Stadtentwicklung: Sind Passivhäuser die Zukunft?


Am Rande des Volksparkes ist ein Passivhaus entstanden, das durch gute Dämmung und eine Photovoltaikanlage kaum zusätzliche Energie benötigt.

Stadtentwicklung: Sind Passivhäuser die Zukunft?

Ein Beitrag von: Corinna Pohl

Stadtplaner prognostizieren ein Bevölkerungswachstum in Potsdam von mehr als 20 % in den nächsten 15 Jahren. Für diese 40.000 Menschen ist Wohnungsbau notwendig – dessen sind wir uns bewusst. Wir fordern jedoch eine sinnvollere Flächenplanung für alle Bevölkerungsschichten und explizit im Sinne des Umweltschutzes.

Das kann über Auflagen bei der Grundstückvergabe passieren – anstelle der Versteigerung von Grundstücken an den Höchstbietenden. In der Hermann-Kasack-Straße wurde zum Beispiel ein Passivhaus errichtet. Durch 29 cm dicke Dämmung kann das Mehrfamilienhaus ganz ohne die Fußbodenheizung betrieben werden, die nur zur Sicherheit eingebaut wurde. Die Photovoltaikanlage auf dem Dach mit 25 kWp deckt ca. 50 % des Strombedarfs der 10 Familien. Die erste Ladesäule steht am hauseigenen Parkplatz. Solche Projekte fördern nicht nur den Umweltschutz, sondern durch die 3 Etagen auch noch die benötigte Fläche pro Einwohner – ganz im Sinne einer zu minimierenden Flächenversiegelung. Hier fordern wir die Stadt Potsdam sowie die ProPotsdam auf, ihre regulatorischen Möglichkeiten jetzt zu nutzen!